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  Zuletzt aktualisiert am
03.03.2012

Masuren, ein Traumrevier für Paddler.
Ziel unserer Sommertour 2010

Die Anreise in kurzen Zügen:
Verden bzw. Rotenburg ---> Szczecin (Stettin)  ---> Bydgoszcz  ---> Torun.
Eigentlich wollten wir schon in Bydgoszcz  übernachten, da wir aber so gut in der Zeit waren, beschlossen wir bis Torun weiterzufahren.
Nach Bezug des Campingplatzes machten wir eine kurze Stadtbesichtigung. Zu Fuß über die Weichselbrücke direkt in die Altstadt.

Uferpromenade an der Weichsel in Torun. Ein mächtiger Fluss!    

Die Weichselbrücke, alt aber schön.


Stadtansichten

Nähe Rathaus

Nikolaus Kopernikus, der berühmteste Sohn der Stadt

Das Rathaus von Torun

Von Torun ging die Fahrt weiter über Grudziadz --> Olsztyn --> Mragowo nach Piecki.
Den Campingplatz hatten Winfried und Fidi schon von 3 Jahren angesteuert und in guter Erinnerung. Wir buchten uns also ohne großes nachdenken ein, bezahlten im voraus. Dann kamen die Frauen von der Toilettenbesichtigung zurück. So lange Gesichter hab ich selten gesehen. Da war nichts hergerichtet, sah ziemlich übel aus. Da wir aber ziemlich geschafft waren blieben wir. Nun, mit polnischer Geduld wurde alles hergerichtet, es gab warmes Wasser und wir hatten ein riesen Gelände für uns alleine. War auch nicht schlecht.
Paddeltechnisch war der Plan wie folgt:
27.06. - 04.07.2010
Paddeln auf der Krutynia in 5 Tagesetappen von Sorkwity bis Mikolajki. Evtl. eine Tagestour rund um Ruciane-Nida.

Bevor es losging, machten wir noch eine kurze Besichtigungstour in die Umgegend.

 


Der Campingplatz in Piecki

Hafen von Ruciane-Nida

Touristenlokal am Hafen von Ruciane-Nida

Abstecher nach Krutyn
 

Am 27.06. ging es in Sorkwity los.
Man startet an einem See und es gibt schöne Übergänge von einem See in den anderen . Meist mit Seerosen, die Ufer mit Schilf bewachsen.



Tagesziel Bienki in Sicht

Ziel nach nach 15 km erreicht


Nach Rücksprache mit dem Campingplatzbetreiber bekamen wir einen Platz für die Boote zugewiesen, dann fuhren wir mit den vorgebrachten Autos zurück zu unserem Campingplatz. Wir setzten also täglich die Autos um, da wir das ganze nicht als Gepäcktour geplant hatten. Sollte ich noch mal die Tour machen, auf jeden Fall als Gepäcktour. Die Plätze sind sehr schön gelegen, verhungern und verdursten muss man auch nicht, da vor Ort immer eine Gastronomie vorhanden ist. Empfehlung also, mach die Krutynia als Gepäcktour.

28.06., Tagesetappe von Bienki nach Spychowo.
In meinen Aufzeichnungen steht: Viele Seerosen, Schilf, Wald, die Vögel überschlagen sich mit ihrem Gesang, Libellen in nie gesehener Anzahl und Artenvielfalt.
 


Seeübergänge


Seerosen


Eine Schwanenfamilie, sie ließ sich von uns nicht beeindrucken.


Wasser, glasklar


Ziel Spychowo

 
Hütten für Paddler die ohne Zelt unterwegs sind

29.06 Von Spychowo nach Krutyn (Krutinnen)
Wie in den vergangenen Tagen auch, ein super Wetter. Die Sonne brennt vom Himmel, es ist eine wahre Pracht. Paddeltechnisch ist das nicht so problematisch, weil wir immer wieder im in den engen Breichen im Schatten paddeln können. Ziel der heutigen Etappe ist Krutyn. Je dichter man ans Ziel kommt, umso dichter wird der Verkehr auf dem Wasser. Bei Krutyn selbst sind viele Staak-Boote mit Touristen, überwiegend aus Deutschland unterwegs. Und als wir dann ausgestiegen waren, kam ich mit einem älteren Herrn ins Gespräch. Ich sagte: "Sie sprechen ja gut deutsch", ja meinte er, ich komme auch aus Deutschland. Aufgewachsen bin ich aber hier, in Krutyn, und zeigte auf ein Haus und meinte, dort bin ich zur Schule gegangen. Heimweh? Ich könnte es verstehen, die Natur ist einfach überwältigend hier. 
 


Start in Spychowo
 


Auf dem Weg nach Krutyn
 

Pause


Azurjungfer
 


Kurz vor Krutyn
 


Ankunft auf dem Wasserwanderrastplatz
 

Unser Abendessen, Hecht! Frisch vom Markt

Fidi bei der Vorbereitung des Hechts


30.06.2010 Besuch des Klosters "Heilige Linde"  (Swieta Lipka )

Heute haben wir Ruhetag gemacht. Das heißt, wir sind nicht gepaddelt sondern haben auf Kultur gemacht. Wir sind mit dem Auto zum Kloster "Heilige Linde" gefahren. Das Kloster gehört dem Jesuiten Orden. Alles sauber durchorganisiert. Die Klosterkirche konnte nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Ein schon ziemlich alter Jesuit stieg auf die Kanzel und begann mit kräftiger Stimme zu singen "Großer Gott wir loben dich". Ich muss sagen, ich war geplättet. Nahezu alle Besucher stimmten nach und nach ein. Sehr beeindruckend!

Heilige Linde

Die Orgel


Orgeldetail


Decke

1.7.2010 Von Krutyn nach Nowy Most
Heute Nacht hat es geregnet. Morgens war es etwas bedeckt, aber das Wetter hat sich erholt. Sonnenschein, nicht mehr ganz so heiß, alles Prima! Beim start in Krutyn war der Bach ziemlich voll von Paddlern. Macht nichts. Alles Anfänger! Nach 20 Minuten waren wir wieder alleine. Herrliche Flußlandschaft, Erlenbruchwälder, Wiesen. In Novy Most angekommen, erst mal Kaffee trinken, im Schatten sitzen. Auf dem Nachhauseweg haben wir noch eingekauft. Heute Abend geht's in die Fischkneipe zum Essen!


Zwischen Krutyn und Nowy Most, irgendwo auf der Krutynia


Der Weg ist das Ziel

Pause

 


Typisch Krutynia


Typisch Krutynia


Ziel erreicht

Sehr wichtige Information

2.7.2010 Von Nowy Most zur Schleuse Guzianka
Mehrere kleine Seen, dann in den großen Jezioro Beldany. Wetter super, angenehmes Paddeln. Am Ziel angekommen haben wir beim Fischer noch einige Forellen eingekauft. (Armer Fidi, der einzige der frischen Fisch fertig machen kann!)  Ja, nun ist unsere Tour auf der Krutynia beendet, aber nicht unser Urlaub. Wir werden jetzt unseren Strandort nach Gycyko verlegen und weiter die polnischen Seen genießen.
 


Start in Nowy Most


 

Typisch für Polen ??

Typisch für Polen ??
 




 


Auf dem See Beldany


Pause


Ziel erreicht. Die Schleuse von Guzianka.
 


Eine Übersicht über das Paddelrevier Krutynia, herausgegeben von Polnischen Fremdenverkehrsamt.