30.08 - 31.08 Este-Elbe Tidenfahrt mit Übernachtung auf
Hanskalbsand

Ein Highlight der Saison, mehr Bilder dazu gibt es
hier.
10.08. - 15.08. Oder von Brzeg Dolny bis Frankfurt (Oder)
In diesem Jahr ging ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung, paddeln
auf der Oder. Nach einigen Recherchen im Internet beschlossen wir, etwa 30
Flusskilometer unterhalb Breslau zu starten.
Los ging das Ganze am 10.08. früh am Morgen. Fidi, Eckard und ich starteten mit
Fidi´s Auto und den Booten nach Berlin, um dort meinen Bruder Helmut
aufzusammeln, der uns nach Polen begleitete und das Auto mit nach Berlin
zurücknahm. Gegen 15.00 Uhr hatten wir unseren Startpunkt erreicht.
Flusskilometer 284, Brzeg Dolny.

Hier geht´s zur Oderfähre Brzeg Dolny
Der Fährbetrieb war wegen Niedrigwasser eingestellt.
Wir paddelten noch bis ca. 20.00 Uhr um in Lubiaz, km 311 zu übernachten. Die
Oder war für mein Gefühl noch ein relativ kleiner Fluss, aber in einer
bezaubernden Flusslandschaft. Die Umwelt scheint in Ordnung, mehrere Fischadler
gesehen.

Das Kloster Lubiaz
In Lubiaz haben wir auf dem Grundstück eines freundlichen Herrn übernachtet. Wir
kein Polnisch, außer "Guten Tag" und "Danke", er kein Deutsch außer "Bitte
mitkommen". Mit Zeichensprache geht alles. Der Gute Mann half sogar beim Boote
an Land schleppen. Nach dem Zeltaufbau gingen wir ins Dorf und fanden beim
Kloster ein schönes Restaurant. Wieder war Gebärdensprache angesagt, aber wir
bekamen unser Bier und leckeres Essen. Zurück am "Campingplatz" war eine
elektrische Bootslaterne in Betrieb, ein Lagerfeuer in einer Feuerschale war
bereits angesteckt und Holz zum nachlegen war bereitgelegt. Super! Am kommenden
Morgen stand eine Gartendusche und ein Klo-Häuschen zur Verfügung. Was braucht
ein Paddler mehr ?
11.08. Paddeln bis Flusskilometer 377,
das laut Flussführer bei km 375,1 erwartete Wehr mit Elektrizitätswerk und
Schleuse suchten wir vergebens, wir wollten dort übernachten. Es fand sich
jedoch auch so ein schönes Plätzchen.

Übernachtung bei Flusskilometer 377
12.08. km 377 bis km 430, Nowa Sol
wunderschöne Paddelstrecke, wieder viele Adler gesehen. In der Mittagspause
herrlich im klaren Wasser der Oder gebadet, anschließend in der Sonne gelegen
und das Leben genossen. Mir ging's gegen Abend nicht gut, irgendwie was mit dem
Magen. Ich kroch also ziemlich schnell in mein Zelt. Fidi und Eckard gingen ins
Dorf einkaufen und etwas essen.

Die Oder
An der Oder weißem Strande ... Mittagspause

Kanuverein Nowa Sol, wir wurden sehr freundlich aufgenommen.
Die Zeltwiese direkt neben der Werft.
Dusche, WC alles da.
13.08. Nowa Sol km 430 bis km 475,
Sonne, Sonne, Sonne, Sonne, wunderschönes Wetter, fast zu heiß. Adler,
Schwarzstörche und Störche gesehen, und natürlich viele Angler. Wenn irgendwo
ein Angler am Ufer stand war klar, in ungefähr 8 - 10 km kommt der nächste Ort.
Noch nie so viele angelnde Menschen wie an den polnischen Ufern der Oder
gesehen.

Die Oder bei Flusskilometer 475
14.08. km 475 bis km 532,
herrliches Paddelwetter, wie üblich in der Mittagspause gebadet,
Schwarzstörche und Adler gesehen.

Krosno Odrzanskie
Kleine Pause, in den Ort gehen, einkaufen, Eis essen

Übernachtung bei Flusskilometer 532
15.08. km 532 bis Frankfurt (Oder) km 583,5 Bootshaus Frankfurter
Ruderklub,
dies war unser letzter Paddeltag. Wie auf den Fotos zu sehen zogen Wolken
auf und das Wetter schlug um. Wir sind praktisch den ganzen Tag bei Regenwetter
gepaddelt. Selbst die beste Paddelkleidung ist da irgendwann durch. In Frankfurt
suchten wir erst noch eine Weile nach dem Bootshaus. Wir mussten in einem
Seitenarm etwa einen Kilometer Flussaufwärts paddeln. Und siehe, da war das
Bootshaus der Ruderer. Wir stiegen also aus, klitschnass wie wir waren und
bewegten uns auf das Bootshaus zu. Vom Anleger konnten wir sehen, in der
Mukibude ist Betrieb. Wir waren noch nicht ganz da, da ging die Tür auf "Ihr
wollt warm duschen und hier übernachten" war die freundliche Begrüßung. Nichts
lieber als das. Gesagt getan. Boote ausgeräumt, Klamotten zum Trocknen
aufgehängt und natürlich ausführlichst geduscht. Übernachten konnten wir im
Kraftraum, alles super. Dann gingen wir in die Stadt um etwas zu essen. Bei
gutem Futter und Bier beschlossen wir die Fahrt zu beenden, war ja schließlich
ne reine Spaßtour. Also rief ich meinen Bruder an der uns am Samstagmorgen um
10.00 wieder aufsammelte. Über Berlin ging´s ab nach Hause. Eine wirklich tolle
Paddeltour. Nächstes Jahr fahren wir den Rest, von Frankfurt bis in die Ostsee.
Na denn.........
11.07. - 31.07. Paddeln wie Gott in Frankreich - Teil 2
Nachdem wir im Sommer 2005 die Vezére und den unteren Teil der Dordogne
gepaddelt haben, wollten wir dieses mal den "Rest"
der Dordogne kennenlernen. Dazu waren zwei Standlager geplant. Um den oberen
Teil der Dordogne von Argentat bis Limeul zu erkunden, war dies die beste
Möglichkeit, da wir so wenig wie möglich fahren wollten. Standlager eins war das
mittelalterlich Carennac. Ein Städtchen, in dem die Zeit stehen geblieben zu
sein scheint.

Hinterhof in Carennac
Helga und Heiner waren bereits in Carennac, aber nicht auf dem Campingplatz.
Also, Wohnmobil abgestellt, Fahrrad abgeschnallt und eine Fahrradtour gemacht.
Immer flussabwärts, bis zu der Brücke, an der wir bei der Anreise umkehren
mussten, weil die maximale Fahrzeugbreite
auf 2 m begrenzt war. Da gab es kein durchkommen! Als wir näher kamen, war da
ein Wohnwagengespann aus Rotenburg. Wie interessant! Auf den zweiten Blick
erkannten wir Peter und Mona, auch ihn hatte das Navi in die Falle gelockt.
Kurze Begrüßung, Weg erklärt und weiter gings.

An diesem schönen Wasserschlösschen vorbei.
Als wir auf dem Campingplatz ankamen, war Fidi auch schon da und leicht im
Stress! Das sind aber kleine Plätze!! war seine Willkommensgruß, er hatte sich
auf meinen Platz dazugequetscht, weil nicht ganz klar war, wie die Plätze
eingeteilt waren. Nach längerem gutem Zureden hat er es dann doch geglaubt und
seinen Wohnwagen noch mal umgestellt. Nun war alles super und die Plätze
riesengroß.
Montag 14.07. Erste Paddeltour von Argentat nach Beaulieu. (25 km)
Mehrere Schwälle und Gefällstrecken waren zu meistern. Peter hat ein wenig
geschlafen und wurde in einen Seitenarm mit kräftigem Gefälle getrieben.
Rückwärts ging es ab mit ihm. Alle anderen waren an der kritischen Stelle schon
vorbei, gegen den Strom fahren war nicht drin, also konnte ihm keiner
folgen. Wir warteten am Zusammenfluss der beiden Flussarme um Peter und seine
Utensilien wieder einzusammeln. Doch siehe da, strahlend kam er angepaddelt,
nichts war passiert. Also gab´s auch keinen freien Rotwein.
Dienstag 15.07. Beaulieu- Carennac (17 km)
Strahlender Sonnenschein, kein Wölkchen zusehen. Einige schöne Schwälle, ganz
gemütliche Tour.

Die Dordogne zwischen Beaulieu und Carennac
16.07. Ruhetag
Kulturprogramm! Helga und Heiner mit dem Fahrrad nach Rocamdour, Peter und Mona
mit dem Auto zum Gouffre de Padirac, Familien Weis und Menke mit dem Fahrrad
nach Baeaulieu, eine schöne mittelalterliche Stadt mit einer beeindruckenden
Kirche aus dem 12. Jh.

Das mittelelterliche Beaulieu
Wir haben nicht nur gepaddelt wie Gott in Frankreich, sondern
auch gegessen. So gab es heute zum Abendessen Linguini (eine italienische
Nudelart) mit Crevette rosè in frischen Tomaten, Chalotten und Knoblauch, kurz
gedünstet und mit Weißwein abgelöscht. Dazu einen gemischten Salat und schön
gekühlten Weißwein. Bon appétit!
Paddeltechnisch ist die Dordogne beim derzeitigen Wasserstand ohne große
Schwierigkeiten, gelegentlich eine paar Schwälle und Kehrwässer, aber alles gut
fahrbar. Zwischen Argentat und Beaulieu ist das Tal eher eng und bis an
die Ufer mit Wald bestanden. Danach wird das Tal etwas weiter.
17.07. Carrenac - Creyesse (18 km)
Nach zwei Tagen prallem Sonnenschein heute leichte Bewölkung, aber angenehm
warm. Fidi und Heiner machen Frühsport, sie bringen die Autos vor und kommen mit
dem Fahrrad zurück. Bon!!

Startvorbereitungen am Campingplatz in Carennac
Zwischen Carennac und Creyesse
18.07. Creyesse - Souillac (21 km)
Heute wieder praller Sonnenschein! Während Peter, Heiner und Fidi die
Autos umsetzen, mache ich einen Spaziergang durch den Ort. Natürlich
mittelalterlich, enge Gassen, steile Treppen und wieder eine Kirche aus dem 12
Jh. Alles bestens restauriert.

Heute haben wir ein besonders unterhaltsames Rahmenprogramm. Das Tal wird wieder
etwas enger, die Felsen reichen bis ins Wasser, gelegentlich ein kleines oder
auch größeres Schlösschen. Bei Flußkilometer 219 liegt der Ort La Cave, die
Höhle. Also dort gibt es eine Tropfsteinhöhle die wir besichtigen. Wir fahren in
einen Seitenarm zur Ausstiegsstelle am Fuße des Schlosses "Belcastel". Nach
einer kurzen Futterpause gehen wir ca. 500m in den Ort und besichtigen die
wirklich sehenswerte Tropfsteinhöhle.

Dordogne zwischen Creyesse und La Cave
Le Belcastel

Ausstiegsstelle am Fuße von Le Belcastel
In der Tropfsteinhöhle von La Cave
Dieser Tag hat wirklich was zu bieten, beim Einfahren vom
Seitenarm in die Dordogne, natürlich in einer Kurve mit ordentlich Zug auf dem
Bach, vergaß Heiner das Ankanten und ging baden. Eine etwas längere
Rettungsaktion nahm seinen Lauf. Heiner ist schnell gerettet, muss aber doch
weit schwimmen, da eine Überquerung des Flusses wegen der starken Strömung nicht
so ohne weiteres möglich ist. Das Retten des Bootes dauert etwas länger. Alles
in allem ist nix passiert! Heiner erklärte hinterher, das mit dem Ankanten war
ihm völlig neu!
19.07. Souillac - Grolejac (22 km)
Heute paddeln wir nur zu viert. Helga und Heiner machen eine Fahrradtour, Uschi
bleibt auch zu Hause. Wir machen eine hübsche Tour, sehen einige hübsche Häuser,
ab und zu das eine oder andere schlossartige Gebäude und schon sind wir am Ziel.
Auf dem Rückweg eben einkaufen, alles prima.

Zwischen Souillac und Grolejac
20.07. Paddelfrei
Helga, Telse, Heiner und Alf machen eine Fahrradtour nach Loubressac und Autoire.
Nach einem anstrengenden Anstieg vom Campingplatz auf das Hochplateau war alles
wunderbar, kleine Straßen, kaum Verkehr herrliche Landschaft. Unterwegs haben
wir einen alten Franzosen getroffen. Gott sei Dank kann Helga französisch. Der
ältere Herr meinte, die Franzosen lieben unsere "Angela" geradezu, sie habe ja
auch schon Sarkozy geküsst und das sei allemal besser als Krieg! Recht hat er!
In Autoire haben wir einen Kaffee eingenommen (Danke, Heiner) und eine kurze
Wanderung zu einem Wasserfall gemacht.

Loubressac
Blick auf Autoire

Heiner am Wasserfall von Autoire
Danach ging's nur noch bergab bis zur Dordogne und dann weiter auf ebenem
Gelände zum Campingplatz. Morgen setzen wir um nach Le Bugue, unserem zweiten
Standlager. Also noch die Boote auf´s Dach, die Räder angeschnallt und
dann:
Ein Bier !
21.07. Umsetzen nach Le Bugue
Erste Station, Martell. Schöne alte Stadt, Ortsbesichtigung gemacht. Im Ort gibt
es einen schönen Stellplatz für WoMos.
Zweite Station, Sarlat. Ortsbesichtigung gemacht, wie immer einfach super!
Anschließend eingekauft und nach Le Bugue gefahren. Die Anderen waren schon da,
also nehmen was übrig bleibt. J

Eindrücke von Martell
22.07. Paddelfrei
Markttag, über den Markt gewandert, hier und da was probiert. Wurst, Käse, Fisch
gekauft, abends noch zum Winzer, kein Wein gekauft.
23.07. Vezére, Montignac - Tursac
Wegen des Marktes dort und eines Festivals mit Brasilianern oder Ecuadorianern
(wir konnten uns nicht einigen) war es schwierig einen Parkplatz zu bekommen.
Wir sind schließlich am WoMo-Stellplatz der Stadt eingestiegen, etwas schwierig,
aber es ging. Wir sind ganz locker nach Tursac gepaddelt, haben Pause in Les
Eyzies. Alles prima.

24.07. Paddelfrei
Kulturprogramm: Besuch der Gärten von Marqueyssac, Bummeln in Sarlat,
Ein Besuch der Gärten von Marqueyssac ist sehr zu empfehlen. Dafür gibt es zwei
Gründe, erstens die wirklich sehenswerte Gartenanlage und zweitens, den
atemberaubenden Blick auf die Dordogne.


In den Gärten von Marqueyssac

Fidi und Telse bei der Hutanprobe im Souvenirshop
25.07 Paddelfrei
Bunter Abend auf dem Campingplatz.
Der "Bunte Abend" auf dem Campingplatz hatte es in sich. Im Rahmen des Programms
wurde ich ausgewählt mit fünf Franzosen an einem Bauchtanz teilzunehmen. Auch
der Umstand, dass ich als Deutscher kein französisch kann rettete mich nicht vor
diesem Ereignis. Die Madame parlierte auf englisch mit mir und wollte einfach
nicht glauben, dass ich bei meinem famosen Englisch kein solcher, sondern eben
eine deutscher bin. Das ganze war dann doch ganz lustig. Bleibt noch zu
erwähnen, dass ich von Mona zum Tanzen gezwungen wurde und der Wein in strömen
floss.

Da alle anderen Kanuwanderer gekniffen haben, musste ich, als
Fahrtenleiter, die Ehre des Vereins retten!
26.07 Dordogne, Allas les Mines - Limeul
Auf diesem Abschnitt war der "tückische" Schwall an dem Fidi vor drei Jahren
einfach unter ging. Als wir an die Stelle kamen, zog ich sicherheitshalber die
Spritzdecke an. Die Mädels (Telse und Helga) lachten sich schlapp, konnten der
Welle die dann kam nicht mehr ausweichen und nahmen mindestens 50 Liter Wasser
auf. Na ja, ohne Spritzdecke! Peter wollte dem nicht nachstehen und nahm auch
reichlich Wasser über. Fidi umfuhr den Schwall elegant und blieb ebenfalls
trocken. Wäre noch zu sagen, dass es am Morgen ganz leicht regnete. Als wir dann
aber auf´s Wasser gingen war es damit lange vorbei und wir hatten wieder einen
tollen Sonnentag.
Nach der Ankunft in Limeul gingen wir noch über den Töpfermarkt. Dies ist kein
"normaler" Töpfermarkt sondern Teil eines Wettbewerbs von Töpfern die die
verschiedensten Stilrichtung und Brenntechniken beherrschen. Man kann dort wahre
Kunstwerke sehen und kaufen.
27.07. Letzter Paddeltag, Dordogne


Typisch Dordogne
Am 28.07. Rückreise
10.05. - 13.05. Pfingsttour auf der Werra
Die traditionelle Pfingsttour der Kanuwanderer führte uns nach langer Zeit
mal wieder an die Werra.

Eschwege
Unser Standlager bezogen wir beim Eschweger Kanuclub.